Taufe

Grundlegendes

Gott sagt Ja zu jeder Faser im Gewebe seiner Schöpfung. Darum sagt er auch Ja zu jedem Menschen. Für uns Christen ist die Taufe das sichtbare und spürbare Zeichen dieser Bejahung. Es ist ein vielschichtiges Zeichen mit zahlreichen Bedeutungen, sowohl für den Täufling als auch, falls der Täufling ein Kind ist, für Eltern, Paten und für die Taufgemeinde, in deren Mitte die Taufe stattfindet. Das Taufgespräch ist die Gelegenheit, hierüber näher ins Gespräch miteinander zu kommen.

Wann wird getauft?

Die Taufe ist grundsätzlich in jedem Alter möglich.

Nach wie vor ist es guter Brauch, bei Kindern die Taufe bald nach der Geburt zu feiern. In diesem Fall entscheiden die Eltern für ihr Kind, dass es getauft werden soll.

Viele Eltern wollen, dass ihr Kind selbst über die eigeneTaufe entscheidet.

In jedem Fall brauchen Kinder und Jugendliche Menschen, die sie in ihrem Leben begleiten, sie selbst und ihre Fragen ernst nehmen und mit der eigenen Person vermitteln können, was christlicher Glaube als Lebenseinstellung sein kann. Dazu gehören neben den Eltern vor allem die Paten und Großeltern.

Der Taufe eines heranwachsenden und eines erwachsener Menschen geht in aller Regel eine Reihe von Gesprächen mit dem Pfarrer / der Pfarrerin voraus, der/die taufen wird.  In diesen Gesprächen wird die Taufe ganz konkret vorbereitet und gemeinsam entschieder, welcher Gottesdienst dafür in Frage kommt.

Die Taufe ist grundsätzlich in jeder Gemeinde möglich. Es empfiehlt sich aber eine Taufe in der Gemeinde, zu der man nach der Taufe als Gemeindeglied gehören wird. Das hat zahlreiche gute Gründe, über die man am besten miteinander redet.

Die praktische Vorbereitung

Es empfiehlt sich, die Taufe frühzeitig zu planen. Taufen finden im Moment nicht im Gottesdienst der Gemeinde statt. Wir feiern das Sakrament der Taufe in einem gesonderten Gottesdienst – in der Regel um 11.15 Uhr. Bestimmte Taufsonntage haben wir auch in der Christuskirche – dies ist der 3. Sonntag im Monat. Wenn dies für Sie nicht möglich ist, sprechen Sie uns einfach an.

Klären Sie den Tauftermin als erstes mit Ihrer Gemeinde ab, bevor Sie mit der persönlichen Termin-Planung beginnen. Das erspart unnötige Enttäuschungen.

Taufpatinnen und Taufpaten

Wird ein Kind getauft, so braucht es einen oder mehrere Taufpaten oder Taufpatinnen. Sie haben die Aufgabe, gemeinsam mit den Eltern die christliche Familiengemeinde zu bilden. In ihr soll das getaufte Kind erleben können, was seine Taufe bedeutet, wie ChristInnen leben und miteinander umgehen. TaufpatInnen können nur ChristInnen werden, die Mitglied einer der christlichen Kirchen sind, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angehören. Wer ausgetreten ist oder einer anderen Religion angehört, kann nicht Taufpate oder Taufpatin werden. Das ergibt sich aus der Zielsetzung des Patenamtes. Mindestens ein Taufpate sollte evangelisch sein.