Historisch

Gedenken: Worte wie Gift und Drogen

Was Sprache anrichten kann – von damals bis heute

Ausstellung in der Vorhalle der Christuskirche ab dem 7. Februar

Wohin Hitlers Versprechen führte, Deutschland aus seiner Schmach und Not zu retten, ist bekannt: zu Völkermord und Vernichtungskrieg, zuletzt auch gegen das eigene Volk.

Weniger bekannt ist, womit sie begannen: mit Worten, mit der Sprache.

Es waren Worte, die wirkten wie Gift: Sie vermochten aus anscheinend ganz normalen Menschen Massenmörder zu machen. Viele Deutsche berauschten sich an der Nazi-Sprache wie an Drogen.

Trotz der schrecklichen Folgen waren die Nachwirkungen dieses todbringenden Rausches noch viele Jahre nach dem Ende Naziherrschaft spürbar – in der Sprache und nicht nur dort.

Grund genug, angesichts heutiger Versuche, NS-Vokabular wieder in der politischen Auseinandersetzung hoffähig zu machen, sich zu vergegenwärtigen, dass Worte wirken können wie Gift und Drogen.

„Mit Sprache kann man töten und sich und andere so radikalisieren, dass man gegen vernünftige Argumente immun wird“, sagte Präses Ulrich Oelschläger von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Und der Mainzer Prälat Dietmar Giebelmann, Diözesanadministrator des Bistums Mainz, ergänzte, die Ausstellung mache „die Verantwortung für jedes Wort, das wir sprechen, deutlich.“

Die Ausstellung der Ökumenischen Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“ ist ab dem 7. Februar bis einschließlich 28. Februar in der Vorhalle der Christuskirche zu sehen – während der täglichen Öffnungszeiten der Kirche.

 

Seit 05.01.2017 in Ausstellungen, Historisch  |  einzeln

Jazz-Konzert im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017

Sonntag, 18. Juni 2017, 19:00 Uhr

Sarah Kaiser und m.s.schmitt-Jazzorchester

Bigband feat. Luther

Jazz und Lutherchoräle? Diesem Experiment stellt sich beim Konzert „Bigband feat. Luther“ das m.s.schmitt-Jazzorchester und Sarah Kaiser (Gesang).

Luther hat als Komponist und Texter mehr als 30 Kirchenlieder hinterlassen. Diese Choräle dienen dem Jazzkomponisten Martin S. Schmitt als Ausgangspunkt für seine Klangschöpfungen. Mit den musikalischen Gestaltungsmitteln des modernen Jazzorchesters bearbeitet er die bekannten Melodien. Er schaffteinen neuen rhythmischen Kontext, spielt mit Klangfarben und Sounds, ohne die tiefe Aussagekraft der Liedtexte aus den Augen zu verlieren.

In der Christuskirche überzeugten Martin S. Schmitt und sein m.s.schmitt-Jazzorchester bereits bei Uraufführungen mit der Bearbeitung anderer klassischer Vorlagen wie „Befiehl du deine Wege“ (Paul-Gerhard-Lieder, 2007) oder mit „BACH 2010“ (Bearbeitung einer Bachkantate, 2010). Für den Gesang konnte die renommierte deutsche Soul- und Jazzsängerin Sarah Kaiser gewonnen werden.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Kultursommer Rheinland-Pfalz.

Karten gibt es ab im Vorverkauf für 12 Euro sofort an allen VVK-Stellen und in der offenen Christuskirche An der Abendkasse kosten die Karten 15 Euro / ermäßigt 10 Euro.

Online kann man die Karten hier erwerben

Seit 02.05.2017 in Aktuell, Historisch, Konzerte  |  einzeln

Konzerte am Sonntagabend

5. März – 18:00 Uhr

Amonta-Quartett

Martin Eutebach und Wolfgang Hertel (Violine)
Leonie Hartmann (Viola) , Traudl Herrmann (Violoncello)

Werke von:

Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Capriccio

Arvo Pärt
„Summa“ für Streichquartett 1977 / 1991

Hans Georg Bertram
2. Streichquartett 1996 (dem Amonta Quartett gewidmet)

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett Es-Dur op.12

Das Amonta-Quartett feierte im Oktober 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Die vier Musiker fanden als Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Mainz zueinander. Ihre Musik ist gleichermaßen von ernsthafter Professionalität und Spielfreude geprägt und es ist ihnen ein Anliegen, mit Ihrem Spiel einen Beitrag zum Musikverständnis zu leisten. Außer den bekannteren Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy stellt das Quartett Werke von Arvo Pärt und Hans Georg Bertram vor.

 

Seit 01.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

Konzerte am Sonntagabend

12. März – 18:00 Uhr

Hans-Joachim Bartsch

Werke von:

Dieterich Buxtehudeca. 1637-1707
Präludium e-Moll BuxWV 142

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Orgelchoral „Wenn wir in höchsten Nöten sein“ BWV 668

Concerto d-Moll BWV 596
nach einem Concerto für Streicher von Antonio Vivaldi
(Allegro) / Grave – Fuga (Allegro) -Largo e spiccato – Allegro

Johann Gottfried Walther 1684-1748
Choralpartita “Jesu, meine Freude” (Choralthema mit Variationen)

César Franck 1822-1890
Andantino g-Moll FVW 25

Louis Vierne 1870-1937
Impromptu op.54

Charles Marie Widor 1844-1937
1. Satz aus der Orgelsymphonie Nr. V f-Moll

Parallel zu seiner Professur für Orgel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt war Hans-Joachim Bartsch seit 1974 Organist an der Förster & Nicolaus – Orgel der Christuskirche Mainz. Inzwischen im wohlverdienten „Ruhestand“ setzt er seine Tätigkeit als Organist der Universitätsgottesdienste in Mainz sowie als konzertierender Organist und Cembalist fort. Auf dem Programm stehen Werke aus dem Barock sowie aus der französischen Romantik.

 

Seit 01.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

Konzerte am Sonntagabend

19. März – 17:00 Uhr

Ludwig Güttler

Werke von:

Gottfried Finger um 1660 – 1730
Sonate Nr. 1 C-Dur für Trompete, Oboe und Basso continuo
Georg Philipp Telemann 1681-1767
Quartett e-Moll für Flöte, Violine, Violoncello und Basso continuo
TWV 43:e4 (Nr. 12 der „Pariser Quartette“)

Johann Christian Bach 1735-1782
Quintett A–Dur op. 11 Nr. 5 für Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und B.c.

Johann Joachim Quantz 1697-1773
Concerto Es-Dur für Corno da caccia, Oboe, Violine und Basso continuo

    Pause

Alessandro Poglietti 1. Hälfte 17.Jh. – 1683
Sonate C-Dur für Trompete, Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und B.c.

Antonio Vivaldi 1678-1741
Concerto g-Moll für Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und Basso continuo

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Triosonate G-Dur BWV 1038 für Flöte, Violine und Basso continuo

Tomaso Albinoni 1671-1751
Concerto C-Dur für Trompete, Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und B.c.

Ludwig Güttler wurde durch sein differenziertes Trompetenspiel berühmt, längst kennt die Welt ihn auch als Dirigenten und Musikforscher, als Festivalgründer oder als Fürsprecher und Unterstützer des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche. Das „Leipziger Bach – Collegium“ hat sich 1976 auf Güttlers Anregung hin gebildet, um eine damals spürbare Lücke im Bereich der historischen Musikpflege schließen zu helfen.

Das Ensemble spielt in der Besetzung Trompete, Flöte, Oboe, Violine, Violoncello, Kontrabass und Cembalo.

Karten erhältlich bei allen Vorverkaufsstellen oder: www.bubu-concerts.de

Tickethotline: *0180 60 50 400, (0,20 €/Anruf aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf aus den Mobilfunknetzen, inkl. MwSt)

 

Seit 01.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

Konzerte am Sonntagabend

26. März – 18:00 Uhr

Weltreligionen im musikalischen Trialog

Irith Gabriely – Hans-Joachim Dumeier –  Abuseyf Kinik

Bauern Gebet / Taxim trad.
Arabischer Song „Allah Dalaouna“ trad.

Orgel Improvisation

Oriental Dance / Ayoub trad.
Blues & Johann Sebastian Bach: „Wohl mir, daß ich Jesus habe“

Die Jüdische Hochzeit: Ein kleines Klezmerpotpourri

Tschobi – Improvisation

Der Sass, Prophet der Aleviten, Symbol der Friedlichkeit trad., aus Anatolien

Terk in Amerika / Gemeinsames Lied

Albert Schönberger:
Trias I – Trias II – Trias III / Allah Chai

Johann Sebastian Bach Sonate g-Moll, 3. Satz

Gemeinsames Singen:
Chassidischer Friedenssong: „Aha, Aha“ trad.

Irith Gabriely mit ihrer Klarinette präsentiert zusammen mit dem Organisten Hans-Joachim Dumeier und dem aus Anatolien stammenden Saz-Spieler Abuseyf Kinik ein Musikprojekt, welches das übliche Schema einer Programmgestaltung sprengt: Sie spannen den musikalischen Bogen von Klassik, über Werke jüdischer Komponisten und Klezmermusik zu orientalischen Klängen, wodurch auf diese Weise ein musikalischer Trialog der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam zustande kommt.

 

Seit 01.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

Konzerte am Sonntagabend

2. April – 18:00 Uhr

Volker Ellenberger

Marcel Dupré 1886-1971
Der Kreuzweg – Le Chemin de la Croix, Opus 29

Zur Entstehung dieser Komposition schreibt Marcel Dupré in seinen Lebenserinnerungen: „Außer in Frankreich, das ich in allen Richtungen durchreist habe, gab ich zahlreiche Konzerte in anderen europäischen Ländern: in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Italien, Spanien, Holland und Belgien. Und in Brüssel wurde die Idee zu einem meiner Hauptwerke geboren, zum Chemin de la Croix.

Ein Konzert besonderer Art war im dortigen Konservatorium veranstaltet worden. Sein zweiter Teil umfasste nach einem kurzen Bach-Vortrag auf der schönen Cavaillé-Coll-Orgel den Chemin de la Croix von Paul Claudel. Er wurde von Madame Renaud-Thévenet, Lehrerin am Konservatorium, gelesen, während ich nach jeder Station eine musikalische Ausdeutung improvisierte. Das war in der Fastenzeit, am 13. Februar 1931.“
Die Reaktionen der Zuhörer waren derart begeistert, dass sich Dupré entschloss, die Improvisationen aufzuzeichnen. 1932 wurde der Zyklus erstmals öffentlich auf der Orgel im Trocadero-Palast in Paris aufgeführt.

Benefizkonzert für eine neue Orgel in St. Johannis

Volker Ellenberger studierte Kirchenmusik in Berlin bei Karl Hochreiter. Er absolvierte ein Aufbaustudium am Conservatoire Royal in Brüssel und in Saarbrücken bei Wolfgang Rübsam und ist
Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe.
Seit 1991 ist er als Kirchenmusiker an der Evangelischen Kirche St. Johannis in Mainz
tätig. Konzertreisen führten ihn in viele europäische Länder sowie in die USA.

Seit 2003 ist er Lehrbeauftragter für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Fachbereich Musik

 

Seit 01.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

SinfOrMa Konzert am 10. Februar

Dieses Semester geht es mit SinfOrMa nach Russland, in die Heimat von Schostakowitsch, Tschaikowski und vielen anderen.

Das Programm:

Nikolai A. Rimski-Korsakow: Ouvertüre zur Oper „Die Zarenbraut“
Alexander Borodin: Eine Steppenskizze aus Mittelasien
Ausschnitte aus der 2. Romeo & Julia-Suite von Sergei Prokofjew und aus Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung
Dimitri Schostakowitsch: Walzer Nr. 2
Ausschnitte aus Pjotr Tschaikowskis Schwanensee

Karten:

  • VVK: 4€ (ermäßigt – Studierende, Schüler/innen), 6€ (nicht ermäßigt)
  • AK: 5€ (ermäßigt – Studierende, Schüler/innen), 7€ (nicht ermäßigt)

Vorverkaufsstellen: Bukafski (ab 9.1.2017), Mainzer Musikalien Zentrum (ab 9.1.2017)

Kartenreservierungen zum VVK-Preis per Mail an sinforma@gmx.de sind bis zum 6. Februar möglich, abholen und zahlen könnt ihr dann am Konzertabend.

Freie Platzwahl!

Seit 29.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

SHIFT von Rui Horta

Tanzprojekt im Reformationsjahr

Premiere am 21. Januar 2017 in der Christuskirche

Karten unter 06131-2851222  kasse@staatstheater-mainz.de

Trailer: „Making of“

Am 31. Oktober jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen. Aus diesem Anlass wird Choreograf Rui Horta mit dem Ensemble von tanzmainz eine Uraufführung in der Christuskirche schaffen. Inspiriert von der Architektur der Kirche wird die Kreation für 12 Tänzerinnen und Tänzer die Idee der Reformation und den Prozess der Erneuerung künstlerisch reflektieren.

Der renommierte Choreograf Rui Horta, der neben der Choreografie auch für Bühnenbild und Lichtdesign verantwortlich zeichnet, ist eine der prägenden Figuren des zeitgenössischen Tanzes.

Als künstlerischer Leiter des S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt hat er sich auch in der Region einen klingenden Namen gemacht. Der heute in Lissabon lebende Künstler arbeitete u.a. für Compagnien wie das Nederlands Dans Theater, die Opéra de Marseille oder das Ballet du Grand Théatre de Genéve.

 

Premiere: 21. Januar 2017, 19.30 Uhr

Weitere Spieltermine: 24.-28. Januar 2017, jeweils 19.30 Uhr

Einführungen jeweils um 19 Uhr

Publikumsgespräch am 24. Januar im Anschluss an die Vorstellung

 

In Kooperation mit demstaatstheater-mainz

 

Gefördert durch:

luther_2017_rgb ekhns_logo_grau:hellgrau_51,5x18,5mm_RZ bkm_web_decsm_gott_neu_entdecken_logo_9534176e45

Seit 01.01.2017 in Historisch, Konzerte  |  einzeln

EKHN-Gottesdienst um 18:00 am 31. Oktober

Aktion zum Reformationstag in der Mainzer Innenstadt
abends EKHN Gottesdienst in der Christuskirche

Am Reformationstag, dem 31. Oktober, präsentiert sich das Evangelische Dekanat Mainz wieder mit einer bunten Aktion am Markt in der Mainzer
Innenstadt.

Unter dem Motto: „Teilen macht froh!“ werden zum Abschluss des Reformationsdekadenjahres „Reformation und die eine Welt“ von 10 bis 14 Uhr Luther-Brötchen an die Passanten verteilt und mit Trommlern und Posaunen wird auf den Reformationstag aufmerksam gemacht.

Passend zum Thema gibt es Informationen zum Upcycling. Beim Upcycling werden Abfallprodukte oder gebrauchte Gegenstände in neuwertige Produkte umgewandelt. So entstehen kreative und individuelle Unikate.

Zudem informiert die Evangelische Jugend Mainz über die häufig immer noch ungerechten Produktionsbedingungen von Schokolade und stellt eigene Schokolade zum Naschen her.

Am Abend lädt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau um 18 Uhr zum Gottesdienst im Zeichen von „499 Jahre Reformation“ in die Christuskirche Mainz (Kaiserstraße 56) ein.

Die Predigt hält Kirchenpräsident Dr. Volker Jung.

Unter Leitung von Prof. Ralf Otto gestaltet der Bachchor zusammen mit dem Bachorchester den Gottesdienst musikalisch.

Nach einem  Impulsvortrag des Literaturkritikers der ARD, Denis Scheck, zum Thema „Das Wort sie sollen lassen stahn“, ist im Anschluss zum Empfang ins Landesmuseum geladen.

 

ekhngd2016

Seit 26.08.2016 in Historisch, Sondergottesdienste  |  einzeln