Ausstellungen

Hier stehe ich… konfirmiert

Die Ausstellung, die vom 5. bis 16. Oktober 2011 im Foyer der Christuskirche zu sehen ist, ist eine Auseinandersetzung der Künstlerin Margarita Siebke mit frisch Konfirmierten aus verschiedenen Jahrgängen der Gegenwart und der Vergangenheit in Bildern. Die Arbeiten entstanden im Rahmen der Prüfung, die Frau Siebke im Sommer 2010 an der Kunstwerkstatt Mainz abgelegt hat. Im Zuge dieser Arbeit stieß die Künstlerin auf ein Foto von Konfirmierten aus dem Jahr 1950. Die ausdrucksstarken Gesichter der Konfirmierten auf diesem Foto, berührten die Künstlerin so, dass Sie sich intensiv zeichnerisch und malerisch mit diesen Gesichtern auseinandersetzte. So entstanden eine Reihe von Arbeiten, die von der Nachkriegszeit, kurz nach den Hungerjahren, handeln, wie sie sich in diesen Gesichtern spiegelt. Als Kinder des Krieges waren sie sich dessen nicht bewusst, denn der Krieg war die Welt, in der sie aufwuchsen. In Weiterführung zu diesen Bildern hängen in der Ausstellung auch noch zwei Bilder, in denen sich die Künstlerin mit Konfirmierten der Gegenwart auseinandersetzt.

Herzlich dürfen wir Sie zu einer Vernissage am Sonntag, den 9. Oktober 2011 um 11.30 Uhr nach dem Jubiläumsgottesdienst der Goldenen Konfirmanden ins Foyer der Christuskirche einladen.

  • Ort: Foyer der Christuskirche Mainz
  • Öffnungszeiten: Täglich außer Freitag 9-18 Uhr, Freitag 12-18 Uhr
  • Mi und Sa von 15.00-16.00 Uhr ist die Künstlerin anwesend.
  • Vernissage, am 9. Oktober 2011, 11.30 Uhr

Über die Künstlerin: Margarita Siebke lebt und arbeitet in Mainz. Sie ist 1960 in Burg auf Fehmarn geboren, studierte in Tübingen, Philadelphia und Heidelberg Ev. Theologie und arbeitete von 1992-2010 als Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Hessen – Nassau. 2003 begann sie intensiv nach inneren Bilder zu malen, woraufhin Sie 2005 Kurse der vhs-Mainz besuchte. 2006 nahm Sie eine nebenberufliche künstlerische Fortbildung an der Kunstwerkstatt der vhs-Mainz auf, die sie 2010 mit Auszeichnung abschloss. Sie arbeitet seither als freie bildende Künstlerin in Mainz.

Kontakt:
Margarita Siebke
Schusterstr. 56
55116 Mainz
Tel: 06131-4940788
E-mail: m.siebke[at]t-online.de
www.margarita-siebke-art.com

Seit 01.10.2011 in Ausstellungen  |  einzeln

Die Überlebenden sind die Ausnahme

Die Ausstellung übrer den Völkermord an den Sinti und Romaim Foyer der Christuskirche ist täglich geöffnet im Rahmen der offenen Kirche, täglich außer freitags zwischen 9 und 18 Uhr, freitags 12-18 Uhr.

Die Ausstellung „Die Überlebenden sind die Ausnahme“ wurde im Rahmen des Landauer Modell-projektes vom rheinland-pfälzischen Landesverband entwickelt und gestaltet. Das Völkermord-geschehen wird nicht nur anhand von Fotos und Dokumenten der Verfolger dargestellt, sondern die leidvollen Erfahrungen und Erinnerungen stehen im Mittelpunkt. So sind die Überlebenden die eigentlichen Erzähler und Gestalter dieser Ausstellung. Ausgangspunkt ist das historische Geschehen in der südlichen Pfalz, die nicht nur seit Jahrhunderten die Heimat vieler Sinti ist, sondern auch ein Hauptort der Erfassung und Selektion durch die „NS-Rassebiologen“ war. Doch was mit regionalem Bezug aufgezeigt wird, steht stellvertretend für das Ganze, für den in der Geschichte der Menschheit einzigartigen, weil bürokratisch geplanten und systematisch vollzogenen rassistischen Völkermord an Juden, Sinti und Roma.
Jacques Delfeld (Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma) betont die Botschaft der Ausstellung: “ Dem Hass widerstehen und für die Würde des Menschen eintreten“. Dies ist gerade heute, in einer Zeit in der gewaltbereiter Rassismus wieder um sich greift von besonderer Bedeutung.

Ausstellungseröffnung und Gespräch zur aktuellen Situation der Sinti und Roma anlässlich des 67. Jahrestages der Auflösung des so genannten „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau am 2. August 1944 am Dienstag, den 2. August 2011 um 19.30 Uhr in der Christuskirche in Mainz. Anlässlich des Jahrestages der Auflösung des so genannten „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau am 2. August 1944 gedenken die Evangelische Christuskirchengemeinde und der rheinland-pfälzische Landesverband Deutscher Sinti und Roma der nationalsozialistischen Verfolgung der Minderheit. In der Nacht vom 2. auf den 3. August wurden die noch im Lager verbliebenen 2897 Sinti und Roma – vor allem alte Menschen, Frauen und Kinder –in den Gaskammern ermordet.

Es sprechen: Pfarrer Warneck, Evangelische Christuskirchengemeinde, Jacques Delfeld, Vorsitzender Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz.

Begleitveranstaltung: „Roma – Europas größte Minderheit“, Freitag, den 12. August 2011, 19.30 Uhr in der Christuskirche

Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Öffnung der Staaten Mittel- und Osteuropas konnten dort teilweise menschen- und minderheitenrechtliche Mindeststandards und Elemente gesellschaftlicher und politischer Teilhabe durchgesetzt werden. Trotzdem ist die Lage der Roma in weiten Teilen von extremer Verarmung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt geprägt. Im Zuge der Ost-West-Migration seit 1990 sind in zahlreichen Staaten Westeuropas rassistisch motivierte Gewalt und Diskriminierung gegenüber Roma und Sinti deutlich angestiegen. Was aber lässt Roma länderübergreifend zum Ziel von öffentlicher Diffamierung durch Politik und Medien bis hin zu rassistischen Übergriffen bis zum Mord werden? Herbert Heuß, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, wird zu diesem Thema sprechen. Wir laden herzlich dazu ein.

Seit 01.08.2011 in Ausstellungen  |  einzeln

Überfall auf die Sowjetunion

Ausstellung zum 70. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion.

Am Sonntagmorgen, den 22. Juni 1941 begann auf breiter Front der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Er begann als Vernichtungskrieg und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches. Noch gibt es auf beiden Seiten Menschen, die diese Hölle durchschritten und überlebt haben. Die Folgen dieses Überfalls tragen wir auf beiden Seiten bis heute. Anlässlich des 27. Januars 2011 war für eine kurze Zeit im Mainzer Dom eine Ausstellung zu sehen mit dem Titel „´Iwans ´ schreckliches Leid – Deutsche Erinnerungen zum 70. Jahrestag des Angriffs auf die UdSSR“. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“ des Bischöflichen Ordinariats Mainz, die diese Ausstellung erarbeitet hat, zeigen wir sie ab dem 22. Juni drei Wochen lang im Foyer der Christuskirche.

Eröffnung der Ausstellung

  • Mi., 22. Juni 2011: 19.30 Uhr, Ökumenische Andacht zum 70. Jahrestag
  • Mi., 22. Juni 2011: 20.00 Uhr, Eröffnung der Ausstellung im Foyer der Christuskirche
    mit Einführung durch ein Mitglied der Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“ des Bischöflichen Ordinariats Mainz

Die Ausstellung ist bis zum 12.7. täglich außer freitags geöffnet zwischen 9 und 18 Uhr, freitags von 12-18 Uhr.

Begleitprogramm

  • So., den 26. Juni 2011: „`…bis in die 3. und 4. Generation´ (2. Gebot) – welch eine Verheißung! Wir wurzeln viel tiefer.“ Gottesdienst zum 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion
  • Fr., den 1. Juli 2011: 19.30 Uhr Lesung aus dem Buch „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer, im Foyer der Christuskirche (Rollstuhl-gerecht)
  • Fr., den 8. Juli 2011: 19.30 Uhr Film „Geh und sieh“ des russischen Regisseurs Elem Klimow im Foyer der Christuskirche (Rollstuhl-gerecht) – Eintritt frei

Seit 01.06.2011 in Ausstellungen  |  einzeln